Unten abbauen – oben entlasten?

Am 15. Mai stimmt der Kanton Zürich darüber ab, ob die Prämienverbilligung um 20% gesenkt werden soll. Besonders störend: Gleichzeitig wollen die Bürgerlichen die reichsten Zürcher um 250 Mio. Franken steuerliche entlasten. Unten abbauen, oben entlasten? Nicht mit uns!

Zwischen 2000 und 2009 sind die Krankenkassenprämien um ganze 70% gestiegen. In den letzten zwei Jahren mussten die Versicherten wiederum einen Anstieg um 16% verdauen, die jungen Erwachsenen gar 27%. Und im nächsten Jahr werden die Prämien nochmals um 200 bis 300 Franken steigen. Eine Familie mit zwei Kindern zahlt heute über 11‘000 Franken Krankenkassenprämie und ein Ende des Prämienanstiegs ist nicht in Sicht. Nichts desto trotz will die sparwütige Koalition aus SVP, FDP und GLP die kantonale Prämienverbilligung um 20% senken. Im Klartext soll also die Prämienverbilligung um 350 Franken gekürzt werden. Und da im nächsten Jahr die Prämien nochmals um 200 bis 300 Franken steigen werden, hätten Klein- und Mittelverdiener also bis zu 650 Franken weniger im Portemonnaie. Ein Ja zur Kürzung der Prämienverbilligung hätte also zur Folge, dass einkommensschwache Personen und Familien deutlich weniger Geld zum Leben hätten.

Gleichzeitig wollen die Bürgerlichen die Superreichen mit Einkommen über 300‘000 Franken Einkommen oder einem Vermögen ab 3‘000‘000 Fr. steuerlich entlasten. Und zwar um satte 250‘000‘000 Franken! Wir stimmen am 15. Mai also darüber ab, ob wir 30% der Bevölkerung  75 Mio. Franken aus dem Portemonnaie nehmen und dafür den 1.5% Reichsten 250 Mio. schenken wollen. Diese unsoziale Umverteilung von unten nach oben machen wir nicht mit! Wir machen eine Politik für alle, nicht nur für ein paar wenige Bonzen!

Darum stimmen wir am 15. Mai
– Vorlage 3: NEIN zum Einführungsgesetz KVG (Kürzung Prämienverbilligung)
– Vorlage 1A: NEIN zum Steuergesetz

Die Abstimmungen sind enorm wichtig und es braucht deshalb den Einsatz von uns allen, damit wir sie gewinnen. Hilf auch du mit und komm an folgenden Daten Flyer verteilen:

– Donnerstag 21. April, 17.30 Uhr, Bellvue. Facebook
– Dienstag 26. April, 17.30 Uhr, Bellvue. Facebook
– Dienstag 3. Mai, 17.30 Uhr, Central. Facebook

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