Die ZKB – eine Bank fürs Volk!

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer tiefgreifenden Krise – in ihrem Zentrum sitzen die Grossbanken, die für ein paar wenige Milliarden scheffeln – auf Kosten aller anderen. Für märchenhafte Gewinne vergessen die Banken Verstand und Moral. Davor ist auch die Zürcher Kantonalbank als staatliche Bank nicht gefeit. Trotz Leistungsauftrag und Richtlinien hat sie in der Vergangenheit immer wieder eigene Spielregeln geritzt und sich an höchst fragwürdigen Geschäften beteiligt – Ilisu-Staudamm, Iran-Geschäft, Anleihen an der Streubomben-Firma Textron sind nur ein paar Beispiele der jüngsten Vergangenheit, die Fragen aufwerfen.

Diesem Gebaren wollen wir ein Ende setzen – die ZKB soll eine Volksbank nach den Grundsätzen der Wirtschaftsdemokratie werden, die sich an wirtschafts-ethischen und sozialen Grundsätzen orientiert – hier und überall auf der Welt. So soll der Zweckartikel auf sämtliche internationale Geschäftsbereiche ausgeweitet werden. Es ist nicht einzusehen, weshalb sich die Bank nur innerhalb der Zürcher Grenzen nach sozialen, ökonomischen und ökologischen Massstäben messen lassen muss. Was hier stört, stört auch anderswo.

Zudem soll sich die ZKB nicht mehr an Geschäften beteiligen, die nicht nur grösstes Leid verursachen und deren volkswirtschaftlichen Nutzen fragwürdig ist, sondern auch die Bank unnötig finanziellen Risiken aussetzt. In Zukunft soll sie sich in keinster Weise am Waffengeschäft, der Atomkraft und der Nahrungsmittelspekulation mehr beteiligen dürfen.

Darüber hinaus sollen auch demokratische und soziale Grundsätze in der Bank gelebt werden – eine Lohnbandbreite von 1:12 ist mehr als genug! Insbesondere im Bankensektor haben falsche Lohnanreize in der Vergangenheit zu fragwürdigen Finanzprodukten geführt.

Damit diese Forderungen nicht nur leere Worte bleiben, wird die JUSO im Kantonsrat aktiv und plant, dazu Vorstösse einzureichen. Die ZKB muss endlich das sein, was sie sein soll: eine Bank für die Menschen statt fürs Geld.

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