JUSO blockiert Gesundheitsdirektion

Am heutigen Mittwoch protestierte die JUSO Kanton Zürich gegen die Welle von Spitalprivatisierungen, mit der sich der ganze Kanton momentan konfrontiert sieht, indem wir die Angestellten der Gesundheitsdirektion daran hinderten, das Gebäude zu betreten. Gleichzeitig lancieren wir die Website www.spital-melken.ch, auf der über Hintergründe und Folgen der bevorstehenden Privatisierungen informiert wird.

Seit 2012 ein neues Spitalprivatisierungsgesetz in Kraft trat und die Gemeinden nicht mehr verpflichtet sind, in der Trägerschaft eines Spitals zu sein, wird vielerorts mit der Privatisierung der lokalen Spitäler geliebäugelt. Wir kritisieren diese Pläne jedoch aufs Schärfste. Durch die Umwandlung der bisherigen Zweckverbände in Aktiengesellschaften steht nicht mehr die Sicherstellung einer guten Gesundheitsversorgung, sondern das Erwirtschaften von Profit im Vordergrund. Eine Rosinenpickerei um möglichst lukrative Patienten wird die Folge sein. Dies verbildlichten wir mit unserer Aktion heute Morgen. Unter dem ironischen Motto „Konsequent privatisieren“ zeigten wir auf, was eine Privatisierung der Gesundheitsdirektion selbst für deren Mitarbeiter bedeuten würde: Wir sperrten als die Gesundheitsdirektion am Stampfenbachplatz ab und liessen nur noch diejenigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ins Gebäude, die wir als „lukrativ“ einstuften. Dasselbe steht nämlich den Patienten und Patientinnen bevor, wenn es den Spitälern nur noch um Profit geht. Wer nicht genügend Gewinn bringt, wird benachteiligt.

Die heutige Aktion stellt aber nur den Auftakt für eine längere Kampagne der JUSO Kanton Zürich gegen die Spitalprivatisierungen dar: Gleichzeitig lancieren wir heute die Website www.spital-melken.ch, auf der auf die momentane Situation der einzelnen Regionalspitälern eingegangen wird und die negativen Folgen einer Privatisierung aufgezeigt werden. Denn Spitalprivatisierungen sind sozialer und wirtschaftlicher Irrsinn. Unter dem Vorwand der Kosteneffizienz werden Leistungen abgebaut – Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies eine massive Verschlechterung der Gesundheitsversorgung.

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