Kapital statt Arbeit besteuern – die neue juso-initiative

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Die meisten Menschen arbeiten: Die Lehrerin, der Krankenpfleger, die Fabrikarbeiterin – sie alle leisten einen Beitrag zur Gesellschaft. Für ihre Arbeit erhalten sie einen Lohn. Das sind Arbeitseinkommen. Du, ich, wir alle gehören dazu: Die absolute Mehrheit der Menschen gehört zu diesen Leuten. Es gibt aber auch Menschen, die tragen nichts zur Gesellschaft bei und werden trotzdem immer reicher und reicher. Sie lassen ihr Geld für sich arbeiten und erhalten Zinsen auf ihr eh schon gewaltiges Vermögen, profitieren davon, dass sie ihre Immobilien noch teurer vermieten können und streichen sich Dividenden ein. Das sind Kapitaleinkommen.

Mit der Initiative, für die sich die Delegiertenversammlung der JUSO Schweiz auf Antrag der JUSO Kanton Zürich am 5. November in Biel entschiedenen hat, wollen wir, dass endlich unterschieden wird, ob das Geld, das am Ende des Monats auf dem Konto landet, davon kommt, ob du gearbeitet hast oder davon, ob du einfach schon im Geld schwimmst. Dieses unrechtmässig angeeignete Geld wird dann 1.5 so stark besteuert wie normaler Lohn. Und das ist verdammt viel: Abzocker_innen müssten über die Hälfte ihres Kapitaleinkommens wieder abgeben. Diese Milliarden Mehreinnahmen können wir dann direkt an die arbeitende Bevölkerung zurück verteilen.

Wie pervers die Einkünfte durch diese Kapitaleinkommen sind, zeigt das Beispiel der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und 2009 auf eindrückliche Weise. Während die Jugendarbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern auf ein Rekordhoch gestiegen ist, während massenweise Menschen ihren Job und ihre Häuser verloren haben, während riesige Banken mit Milliarden vom Staat gerettet werden mussten, ja während dieser Zeiten, steigerten die Reichen ihren Reichtum sogar noch. Dies ist eine Folge der von ihnen generierten Kapitaleinkommen. Eine winzige Elite kann in unserem kapitalistischen System machen was sie will, reicher wird sie trotzdem. Das ist Raub. Das Geld, dass in ihre Taschen fliesst, wird von den restlichen 99% der Bevölkerung erarbeitet. Heutzutage weiss kaum jemand, was Kapitaleinkommen überhaupt sind. Während wir uns zu Recht über Millionen empören, die die Vasellas dieser Welt abzocken, weiss niemand, dass die Ikea-Familie Kamprad mal eben eine Milliarde Kapitaleinkommen pro Jahr scheffelt. Diese Milliarden fehlen dann bei unseren Löhnen!

Mit der Initiative zeigen wir einen gewaltigen Widerspruch unseres Systems auf. Ein Widerspruch, welcher auf dem Unterschied zwischen Lohnabhängigen und Superreichen fusst. Ein Widerspruch, welcher zwischen unserer Schein-Demokratie und der Macht der Elite fusst.

Zeigen wir den Superreichen den Mittelfinger und entlasten dabei gleichzeitig Millionen von Menschen in der Schweiz.

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JUSO lanciert entlastungsinitiative

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Vor einer Woche hat die JUSO Kanton Zürich die Entlastungsinitiative lanciert. Es sind bereits über 1300 Unterschriften gesammelt worden!

Jahrelang hat sich eine winzige Elite immer mehr bereichert, während der Grossteil der Bevölkerung das Nachsehen hatte. Die bürgerlichen Parteien überschütteten ihre Klientel mit Steuergeschenken. Die einfache Bürgerin, der einfache Bürger bezahlte dagegen immer mehr. Damit ist jetzt Schluss! Die Entlastungsinitiative sorgt für eine fairere Steuerbelastung und nimmt die Reichen wieder in die Pflicht. Es ist Zeit für eine Steuerreform, von der alle profitieren!
Ziel der Initiative ist eine Anpassung der Steuerprogression der Einkommenssteuer: Der Freibetrag wird auf das Existenzminimum angehoben, hohe Einkommen werden im Gegenzug stärker belastet.

Dadurch werden rund 90% der Bevölkerung entlastet und haben mehr Geld zum Leben.

Worum geht es?

  • Der Freibetrag wird auf das Existenzminimum – rund 20’000 Franken – angehoben. Es ist längst an der Zeit, dass das absolute Minimum, das eine Person zum Leben braucht, nicht besteuert wird.
  • Der höhere Freibetrag sorgt für eine Entlastung bis in Mittelschicht, profitieren doch steuerbare Einkommen bis rund 95’000 Franken. Das sind rund 90% der Bevölkerung.
  • Als Ausgleich wird eine neue Progressionsstufe eingeführt und die Steuersätze der höchsten Stufen erhöht.
  • Der kantonale Steuerertrag sinkt dadurch nicht, im Gegenteil: Es ist sogar mit einem kleinen Überschuss zu rechnen.
  • Konkret würde das für eine Person mit 54‘800 Franken steuerbarem Einkommen 279 Franken Entlastung bedeuten (und nochmals rund gleichviel aufgrund der Gemeindesteuern), für ein Ehepaar mit 72‘000 Franken steuerbarem Einkommen 454 Franken Entlastung. Eine Person mit 400‘000 Franken Einkommen müsste 5047 Franken mehr zahlen.
  • Formal handelt es sich um eine Anpassung des Steuergesetzes (Gesetzesinitiative).

Wer bei der Unterschriftensammlung mithelfen will, kann sich in folgendes Formular eintragen (die Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht weitergegeben): https://docs.google.com/forms/d/

Den genauen Initiativ-Text und weitere Informationen findest du unter: entlastung-jetzt.ch

 

 

 

Minderjährige freilassen!

Die JUSO Kanton Zürich fordert die sofortige Freilassung zweier Minderjähriger, die verdächtigt werden, am vergangenen 17. Januar die Aussenfassade der UBS am Paradeplatz mit Farbe beschmiert zu haben. Die festgehaltenen Jugendlichen drohen wegen ihrer weiter andauernden Festhaltung wichtige schulische Prüfungen zu verpassen.

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Keine Soldaten nach Somalia!

Die GSoA, die JUSO und die jungen Grünen haben heute eine Online-Petition auf www.keinkrieg.ch lanciert. Unterschreibe auch du! Wir wehren uns gemeinsam gegen die bundesrätliche Idee, Schweizer Soldaten zur Bekämpfung der Piraten vor die Küsten Somalias zu entsenden. Wir sagen entschieden Nein zur Rambotruppe AAD10 auf NATO-Kriegsschiffen. Artikel ansehen

Umzug und Demo der Sans-Papiers

Nach 16 Tage Kirchenbesetzung ziehen die rund 150 Sans-Papiers und das Bleiberecht-Kollektiv aus der Predigerkirche aus und zügeln vorübergehend in die St. Jakob-Kirche beim Stauffacher. Die Besetzer trafen in einer Vollversammlung am letzten Freitag diese Entscheidung, um ein Gespräch mit Regierungsrat Hollenstein (CVP) zu ermöglichen.

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Kirche besetzt!

In der Schweiz leben zahlreiche Sans-Papiers und Asylsuchende immer mit der Angst abgeschoben zu werden am Rande der Gesellschaft. Trotzdem wird ihre allzu oft prekäre Lebenslage in den Medien und der öffentlichen Debatte totgeschwiegen.
Dagegen will das Bleiberecht-Kollektiv angehen – in diesen Tagen mit einer Kirchenbesetzung.

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Kauf einen Bürgerlichen!

Kauf dir jetzt auf www.kauft-mich.ch wie die UBS eine/n bürgerliche/n Politiker/in! Und wer weiss, vielleicht kriegst du dann wie die Grossbank ja auch Geld ohne Bedingungen zugesprochen.
Wir wollen allen BürgerInnen dieses Landes und nicht nur der UBS die Möglichkeit geben, sich eine bürgerliche Stimme im Parlament zu kaufen.

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Neoliberalismus ist gescheitert!

Am 13. Dezember 2008 hat die JUSO Schweiz an ihrer Delegiertenversammlung die Finanzkrise und ihre Auswirkungen diskutiert.
Der SP-Nationalrat und Ökonom Roger Nordmann stattete uns in Fribourg einen Besuch ab und referierte zum Thema, anschliessend verabschiedeten wir eine Resolution.

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Entscheide auch du mit!

Am nächsten Sonntag sind Abstimmungen! Geh auch du abstimmen und sorge dafür, dass nicht nur die Alten in der Schweiz entscheiden.
Noch besser: Rufe deine KollegInnen per E-Card dazu auf, auch an die Urne zu gehen.
Die folgende E-Card findest du auf lass-nicht-nur-die-alten-entscheiden.ch:

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Neues Präsidium gewählt

Der a.o. Parteitag der JUSO Kanton Zürich vom 5. November 2008 wählte eine neues Co-Präsidium. Amr Abdelaziz und Gabriela Stücheli-Sanches treten gemeinsam die Nachfolge von Mattea Meyer an.
Ausserdem haben wir an unserem Parteitag folgende Parole zu den kantonalen Abstimmungen vom 30. November gefasst:

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Abzocker: Boni zurück!

Wir blockierten heute erfolgreich die UBS am Paradeplatz und machten damit ernst mit unserem Ultimatum, das wir am Dienstag den Abzockern um Ospel, Kurer & Co in einem offenen Brief stellten:
Entweder sie zahlen bis heute ihre Boni der letzten fünf Jahre zurück und verzichten auf neue oder wir besetzten die Bank.

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Relaunch juso.org

Da ist sie also, die neue Seite der JUSO Kanton Zürich (nach unzähligen schlaflosen Nächten unsererseits…). Von Grund auf neu durchdacht, von Grund auf neu gebaut und ein von Grund auf neues Design. Wir wünschen euch viel Spass beim Erkunden und freuen uns auf Kritik, Lob und weitere Anregungen via die Kommentarfunktion dieses Artikels!

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