Offener Brief an Jacqueline Fehr: Die Weltwoche ist kein amtliches Publikationsorgan

Die Weltwoche ist kein amtliches Publikationsorgan! 

Liebe Jacqueline

Kritik ist wichtig. Sie zeigt einem auf, wo man sich verbessern kann. Eine Zusammenarbeit mit Kritiker*innen ist wichtig. Sie hilft einem, über den Tellerrand hinauszublicken und zu verstehen, warum man oft mit Ablehnung konfrontiert wird.

Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen Kritik und Hetze. Und vor allem gibt es einen Unterschied zwischen einer Zusammenarbeit mit Kritiker*innen und einer Publikation im Weltwoche-Layout. Du gibst der Weltwoche das Feigenblatt der Neutralität, welches sie schon so lange haben will – und überweist ihr erst noch 100’000 Franken.

Eine amtliche Publikation einer privaten Zeitung beizulegen ist an sich bereits problematisch. Wenn die Zeitung wie die Weltwoche offensichtlich eine eigene politische Agenda hat, wird es noch problematischer. Und wenn nicht einmal das Layout getrennt ist, sollte die Zusammenarbeit nicht stattfinden. Die Medien sollen über die Regierung schreiben, nicht mit ihr und für sie.

Liebe Jacqueline, bitte begeh nicht den gleichen Fehler wie schon so viele vor dir. Bleib offen auf alle Seiten, aber lass dich nicht zum Spielball machen. Gib die Jubliäumsschrift als amtliche Publikation heraus und halte Staat und Medien getrennt.

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