Positionen

Service Public

Wir fahren mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit, wir konsumieren Strom, wir verschicken Briefe und wir können ohne Sorgen Wasser trinken. Wir brauchen eine zukunftssichere, ökologische und gerechte Grundversorgung mit öffentlichen Gütern. All diese Bereiche sind nicht für den Profit der Reichen da, sondern werden für die gesamte Gesellschaft organisiert. Gegen die bürgerliche Abbaupolitik will die JUSO den Service Public ausbauen und verhindern, dass er auf Kosten der Gleichheit und Gerechtigkeit privatisiert und abgebaut wird. Die Leistungen des Service Public sollen allen zur Verfügung stehen, nicht nur den Besser-Verdienenden!

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Gleichstellung

Die Gleichstellung von Mann und Frau wurde 1981 in der Verfassung verankert. Diese formelle Gleichberechtigung lässt vergessen, dass es noch viel Einsatz braucht, bis eine tatsächliche Gleichstellung gesellschaftliche Realität wird. Von der Umsetzung sind wir noch meilenweit entfernt. Die JUSO setzt sich für Lohntransparenz, Lohngleichheit sowie ausgewogene Beteiligung der Männer* an der Familienarbeit ein. Damit für Frauen* Beruf und Familie vereinbar sind, braucht es ausserfamiliäre Kinderbetreuungsplätze und Blockzeiten.

Gleichstellungspolitik muss aber noch weiter gehen: Wir kämpfen gegen jegliche Form von Diskriminierung – gegen Homophobie, gegen Transphobie, gegen Rassismus und Nationalismus. Kurz: Wir wollen, dass Menschen als Menschen behandelt und nicht aufgrund einzelner Merkmale beurteilt werden.

Migration

Im Kanton Zürich leben rund 400‘000 Ausländer*innen. Viele arbeiten zu schlechten Löhnen und werden tagtäglich mit Rassismus konfrontiert. Oft wird verkannt, dass unser Land existentiell von den Ausländer*innen abhängig ist.

Die JUSO setzt sich ein für die Integration der Ausländer*innen in unserer Gesellschaft. Wir verlangen u. a. das Stimmrecht für Ausländer*innen, genügend Sprach- und Integrationskurse und Chancengleichheit in Schulen oder bei der Lehrstellensuche.

Die rassistischen Sprüche und die ausgrenzenden Initiativen von rechts führen zu keiner Lösung. Niemand verlässt gerne seine Heimat! Deshalb fordert die JUSO Einwanderungs-Asyl- und Einbürgerungsgesetze, die der sozialen, humanitären und politischen Realität angepasst sind.

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Globalisierung

Die Globalisierung verspricht Freiheit und Wohlstand, doch in der Realität bewirkt sie Demokratieverlust und Ausbeutung.

Statt dass der demokratische Staat die Wirtschaft reguliert, beherrscht die Wirtschaft den Staat. Arbeitsrechte und Umweltschutzverordnungen sind das Papier nicht mehr wert, auf dem sie gedruckt sind. Unter dem verschärften Standortwettbewerb leiden vor allem die Arbeitnehmenden und die Menschen in den Entwicklungsländern. Grundlegende Güter (Wasser- und Stromversorgung, Bildungs- und Gesundheitswesen) werden der staatlichen Kontrolle entrissen und der Profitgier multinationaler Konzerne ausgeliefert.

Wir brauchen dringend eine starke internationale Zusammenarbeit, um Umweltzerstörung, Ausbeutung und Steuerbetrug zu bekämpfen.

Ökologie

Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. Die Gletscher schwinden, die Temperaturen steigen. Im Sommer müssen eher die Tage ohne Ozonwertüberschreitung als jene mit gezählt werden. Doch gerade beim Umweltschutz wird massiv gespart und beim öffentlichen Verkehr Subventionen gekürzt, anstatt das Angebot auszubauen. Im dichtbesiedelten Kanton Zürich wird weiter eingezont und gebaut. Umweltschutz für die Profite der Reichsten zusammengestrichen. Es ist höchste Zeit die Notbremse zu ziehen, denn ein Rettungsboot haben wir nicht!

Bildung

Die Bildungspolitik der JUSO beschränkt sich keineswegs darauf, die Sparangriffe der Bürgerlichen auf unser Bildungssystem abzuwehren, wir setzen uns ebenfalls für zahlreiche Reformen ein, die für alle die optimale Ausbildung ermöglichen und die Chancengleichheit garantieren. Zu unseren Anliegen gehören zum Beispiel die Einführung von Blockzeiten in der Volksschule, ein massiv grösseres staatliches Engagement in der Lehrstellenförderung, die Abschaffung von Studiengebühren sowie ein grösseres Mitspracherecht von Schüler*innen, Lehrnenden und Student*innen auf allen Stufen.

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Freiräume

Freiräume werden heute insbesondere für die Jugend immer mehr zur Mangelware. In unserer Wirtschaft besteht ein Interesse von Wenigen an einer konformen und braven Gesellschaft. Nur so können die Profite vergrössert werden. Mit immer mehr Werboten versucht die Politik, die Jugend zu bevormunden. Im öffentlichen Raum wird alles kommerzialisiert und es gibt kaum Platz um einfach rumzuhängen oder Party zu machen. Diese repressiven Massnahmen sind willkürlich und diskriminierend. Gleichzeitig erhält die Jugendkultur auch kaum staatliche Subventionen, während traditionelle Kulturangebote wie das Opernhaus mit Millionen versorgt werden. Die JUSO setzt sich ein für eine selbstbestimmte Gesellschaft und eine selbstbestimmte Jugend. Wir wollen uns nicht vorschreiben lassen, wie wir uns zu verhalten haben! Wir kämpfen für mehr Freiräume!

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Staat und Demokratie

Schweizer*innen loben sich gerne, in der “besten Demokratie der Welt” zu leben. Doch stimmt das? Unsere Demokratie ist noch an vielen Stellen verbesserungsfähig: Ein sehr grosser Teil der Wohnbevölkerung hat kein Stimmrecht in der Schweiz. Schüler*innen haben kaum Einfluss darauf, was an ihrer Schule passiert. Und sobald es in den Bereich der Wirtschaft geht, ist demokratische Mitsprache ganz ausgeschlossen. Wir setzen uns ein für eine echte Demokratie, in der nicht mehr das Geld, sondern die Menschen bestimmen!

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