Strafanzeige gegen Roger Köppel

JUSO Medienmitteilungen

Strafanzeige gegen Roger Köppel

Die JUSO Kanton Zürich erstattet Anzeige gegen Roger Köppel wegen Verletzung der Anti-Rassismus-Strafnorm. Der Verleger der „Weltwoche“ hat in mehreren Artikeln und einer Fernsehsendung zahlreiche Aussagen gemacht, die in krasser Weise gegen das Verbot der öffentlichen Rassendiskriminierung verstossen.

Roger Köppel hat in der Fernsehsendung "Talk Täglich", die am Montag 16. November 2009 auf "Tele Züri" ausgestrahlt wurde, sowie in mehreren Ausgaben der "Weltwoche“, beispielsweise in den Nummern 43 und 47 dieses Jahres, zahlreiche Aussagen gemacht, die eindeutig rassistisch sind. Die JUSO des Kantons Zürich hat deshalb Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Zürich erstattet. Es liegt nun bei ihr, eine Anklage zu prüfen.

Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der Weltwoche, hat in den Editorials der Ausgaben 43 und 47 der Weltwoche mit zahlreichen Aussagen klar gemacht, dass die in der Schweiz lebenden Menschen muslimischen Glaubens aus seiner Sicht wegen ihrer Religionszugehörigkeit eine grundlegende Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Landes darstellen würden und dass ihnen deshalb keine Toleranz entgegen zu bringen sei. Er unterstellt den Musliminnen und Muslimen pauschal eine "unerfüllte Sehnsucht nach politischer Machtergreifung", weil sie "bis heute den Verlust ihres Weltreichs nicht überwunden [hätten]". Der heutige Islam sei "ein politisches Herrschaftssystem", gar eine "politreligiöse Eroberungsideologie", die der hiesigen Ordnung "feindlich gegenübersteht" und die auf "Ausdehnung, Unterwanderung und Eroberung" angelegt sei. In der oben erwähnten Fernsehsendung von "Tele Züri" hat er ähnliche Aussagen gemacht und passend dazu auch noch die Meinung geäussert, die in der Schweiz lebenden Musliminnen und Muslime seien Angehörige "eine[r]  feindliche[n] Armee".

Mit diesen Äusserungen hat Roger Köppel eindeutig gegen Art. 261bis StGB verstossen, indem er nämlich die Angehörigen der islamischen Religion systematisch herabgesetzt und verleumdet hat.

Damit hat Roger Köppel die Grenze zum Rassismus überschritten. Mit solchen Aussagen werden gezielt diffuse Ängste geschürt, die Diskriminierung in der Schweiz angeheizt und die Musliminnen und Muslime stigmatisiert. Dies kann und will die JUSO nicht akzeptieren. Mit ihrer Anzeige will sie ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Intoleranz setzen, denn für sie ist klar: Rassismus wird in der Schweiz, egal von wem und gegen wen, nicht toleriert.

Weitere Informationen:

  • Fabian Molina, Co-Präsident JUSO Kanton Zürich, 079 781 12 28
  • Linda Bär, Co-Präsidentin JUSO Kanton Zürich, 079 482 00 49