JUSO zum neuen SP Präsidium

30.04.2024

Die JUSO Kanton Zürich begrüsst das neue Präsidium der SP Kanton Zürich. In einer Mitteilung teilte die JUSO ihre Erwartungen und Hoffnungen an das neue Präsidium mit. Einerseits erwartet die JUSO eine dezidiert linke «Politik für die 99%», hofft jedoch auch auf eine diversere SP. Für die JUSO ist es selbstverständlich, dass sie der SP weiterhin genauestens auf die Finger schauen wird und vor Kritik weiterhin nicht zurückscheut.

«Natürlich glauben wir daran, dass wir als Linke nur vereint gegen die aktuellen Krisen und die Mitte-Rechts Mehrheit im Kanton Zürich ankommen.» sagt Saamel Lohrer, Vorstandsmitglied der JUSO Kanton Zürich. Ergänzt aber sogleich, dass dies nicht bedeute, dass die JUSO in Zukunft auf Kritik an der SP oder deren Führung verzichten werde.

Die JUSO Kanton Zürich stellt klar, dass sie vom neuen SP-Präsidium eine dezidiert linke Politik erwarten. Diese Erwartung wird in der Mitteilung damit begründet, dass im rechten Kanton Zürich der Einsatz für ein «gutes Leben für alle» nur mit einer deutlichen linken Haltung geführt werden kann. «Dabei geht es in erster Linie um ‘Politik für die 99%’ und nicht ‘Politik von Linken für Linke’. Die Sorgen der Menschen müssen ernst genommen werden und dann brauchen wir ehrliche Antworten.», lässt die JUSO in ihrer Mitteilung verlauten. Sie stellt klar, dass sich eine linke Politik nur umsetzen lässt, wenn auch auf Diversität innerhalb der Partei geachtet wird. Laut der JUSO sei die SP hier noch lange nicht an dem gewünschten Punkt, weshalb die Jungpartei darauf pocht, dass sich die SP mehr für marginalisierte Gruppen einsetzt und diese so auch Platz in der Partei finden können
«Wir erwarten vom neuen Präsidium, dass sie die Linke im Kanton Zürich stärkt und sich gezielt gegen die Krisen unserer Zeit einsetzt. Dabei muss der Kapitalismus als Verursacher ebendieser Krisen herausgehoben werden.» stellt Pia Voss, Co-Präsidentin der JUSO Kanton Zürich klar.

Die JUSO bietet jedoch auch Hand für Zusammenarbeit: «Nur als starke Linke können wir den anti-ökologischen Backlash der SVP stoppen. Nur gemeinsam können wir noch mehr Steuergeschenke an die Reichsten verhindern. Nur als dezidiert Linke sind wir stark genug dem Rechtsextremismus entgegenzutreten. Deshalb fordern wir die SP weiterhin dazu auf, konsequentere und stärkere linke Politik zu betreiben.» schliesst Pia Voss ab.