| Anlässlich der Abstimmungskampagne der «Initiative für eine Zukunft» tragen die JUSO Kanton Zürich am Samstag das Klima zu Grabe. Das Klima liegt aber nur symbolisch im Sarg, so erklärt Simon Stettler, Zentralsekretär*in JUSO Kanton Zürich: «Noch ist es nicht zu spät! Doch damit wir nicht in wenigen Jahren wirklich unser lebenswertes Klima beerdigen müssen, braucht es jetzt eine griffige Klimapolitik, wie die Initiative für eine Zukunft.» Die Initiative fordert eine Erbschaftssteuer für die 2500 reichsten Schweizer*innen. Mit der Steuer soll eine sozial gerechte Bekämpfung der Klimakrise finanziert werden. Die Initiative sorgt im FDP Parteibüro und auf den Apéros riches der Zürcher Finanzelite sicherlich für Zittern. Dass das Klima nicht sterben kann, ist natürlich auch den Jungsozialist*innen bewusst, so erklärt Silas Muggli: «Wir meinen damit natürlich jenes Klima, das menschliches Leben zulässt. Der Sarg weist auch darauf hin, dass die bürgerliche nicht-Klima Politik tatsächlich Menschenleben fordert. Wenn wir unser Klima nachhaltig zerstören, werden wir bald alle da drin liegen.» Der Trauerzug endet am Zähringerplatz, wo in einer kleinen Zeremonie dem getöteten Klima nachgetrauert wird. Wissenschaftler*innen warnen bereits seit den 70er Jahren vor den schädlichen Folgen von Treibhausgas Emissionen. Die JUSO Initiative verknüpft Vermögensungleichheit mit Klimapolitik. Ursprung dieser Forderung ist, dass Superreiche ein vielfaches an Emissionen einer Durchschnittsperson verursachen. «Nebst ihren eigenen Emissionen müssen bei diesen Superreichen auch ihre Investitionen in Klimaschädliche Rohstoffe wie Öl oder Kohle berücksichtigt werden. Wissenschaftler*innen warnen schon lange vor den Folgen dieser Wirtschaft, doch wenn die Politik nicht hört, ist das Ende absehbar. Die heutige Aktion ist vielleicht mit einem Augenzwinkern gemeint, aber viele von uns haben echte berechtigte Angst vor dieser Zukunft.» so Stettler. «Anstatt von ihrem immensem Reichtum einen Bruchteil abzugeben, haben die Superreichen unser Klima bis auf den letzten Tropfen Öl, Gas und Kohle ausgeblutet. Jetzt stehen wir hier und trauern. Es war ein Tod der so unsinnig wie vermeidbar war. Doch FDP, SVP und ihre superreichen Freunde wollten sich lieber die Taschen stopfen. Lasst uns einen Moment der Ruhe finden und dem Klima gedenken.» schliesst Silas Muggli seine Grabrede am Zähringerplatz. |