| Entgegen der Behauptungen der Gesundheitsdirektion entscheiden sich Jugendliche nicht aus Trend oder Leichtfertigkeit für medizinische Eingriffe. Internationale Studien zeigen: Der Anteil von Jugendlichen, die ihre Transition bereuen liegt unter 1 % (Turban et al. (2021): Gender Identity Conversion Efforts and Suicide Attempts. JAMA Pediatrics.), beispielweise bei Knie-Operationen liegt dieser Wert um ein vielfaches höher, da wird aber nicht über ein Verbot diskutiert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Geschlechtsinkongruenz 2019 explizit aus dem Kapitel psychischer Krankheiten entfernt. Trotzdem wird Geschlechtsinkongruenz in der Medienmitteilung des Regierungsrates benannt, das sei Verweigerung der Wissenschaft, so die JUSO. «Diese ganze Thematik mit einem Mietvertrag oder einer Hochzeit gleichzustellen, ist transfeindlich und ekelhaft», so Simon Stettler, Zentralsekretär*in der JUSO Kanton Zürich, «Natalie Rickli geht es in keiner Weise darum, trans Jugendliche zu schützen, sondern ihre eigene menschenverachtende Ideologie aufzuzwingen.». Keine Person wird «geschützt» indem solche Operationen Jugendlichen verboten werden, im Gegenteil, Studien zeigen, dass die Suizidrate von trans Jugendlichen höher ist als bei cis Jugendlichen. Solche Operationen können Leben retten und dies mit einem Mietvertrag gleichzusetzen zeigt, dass die Rechten kein Interesse daran haben, trans Jugendliche zu schützen, sondern nur daran, ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten. Zudem ermöglichen Pubertätsblocker trans Jugendlichen sich mehr Zeit zu nehmen und die zusätzliche Forderung der GD, dass Pubertätsblocker nur in wissenschaftlich begleiteten Studien abgegeben werden sollen, widerspricht der Behauptung, sie wolle wohlüberlegte Entscheidungen fördern. JUSO fordert: Wissenschaft und Menschenrechte über Ideologie stellen Die JUSO Kanton Zürich ruft den Regierungsrat dazu auf, sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen, statt rechte Narrative zu bedienen. Statt Verunsicherung zu schüren, soll der Kanton: - den Zugang zur Gesundheitsversorgung für trans Menschen sichern
- die Rechte und das Selbstbestimmungsrecht von trans Menschen, insbesondere trans Jugendlichen schützen
- Familien, Schulen und medizinisches Fachpersonal sensibilisieren und unterstützen
- und mit Transgender-Organisationen gemeinsam Standards entwickeln – nicht über ihre Köpfe hinweg
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